Was sind flexible Arbeitszeitmodelle?

Teilzeit

Wer weniger als 90 % der Zeit arbeitet, die in einem Unternehmen üblich sind, arbeitet «Teilzeit».

 Teilzeitarbeit-Formen

Tages-Teilzeitarbeit: Sie arbeiten an allen Wochentagen weniger lang als Mitarbeitende mit einem Vollzeit-Pensum. 
Halbtages-Arbeit: Sie arbeiten jeden Vormittag oder jeden Nachmittag.
Wöchentliche Teilzeitarbeit: Sie arbeiten den ganzen Tag 100 Prozent, dafür nicht an allen Werktagen.
Alternierende Wochenarbeit: Sie arbeiten zum Beispiel jede zweite Woche, drei von vier Wochen oder in der ersten Woche eines Monats.
Jahres-Teilzeitarbeit: Sie erreichen im Laufe des Jahres eine bestimmte Anzahl Stunden und arbeiten mal mehr und mal weniger.
Job Sharing (Arbeitsplatzteilung): Sie teilen mit anderen eine Vollzeitstelle und vertreten sich gegenseitig. Vorteile: Sie haben eine verantwortungsbewusste Stelle und arbeiten trotzdem Teilzeit. Bewerben Sie sich am besten zusammen mit einer Partnerin für eine Stelle und zeigen in der Bewerbung auf, wie Sie sich organisieren. Weitere Informationen zum Thema Job Sharing finden Sie unter Go For Jobsharing und/oder Jobsharing-Consulting MS AG.

 

Worauf muss ich bei Teilzeit achten? 

Wenn Sie Teilzeit arbeiten, müssen Sie sich gut organisieren. Geben Sie relevante Informationen rechtzeitig weiter. Denken Sie daran, dass Sie fehlende Informationen nicht nachreichen können, wenn Sie nicht da sind und dass die anderen nicht verpflichtet sind, fehlende Informationen bei Ihnen einzuholen. Engagieren Sie sich im Team und zeigen Sie den übrigen Mitarbeitenden, dass Sie Ihre Arbeit pflichtbewusst erledigen; auch wenn Sie weniger arbeiten. Wichtig: Mitarbeitende mit Teilzeitpensum können wie Vollzeitangestellte zu Überstunden verpflichtet werden.

 

Freelancerin

Als Feelancerin arbeiten Sie mit einem Auftrag oder Werkvertrag und sind selbständig erwerbend.

Freelancerin – die Vorteile

Die Vorteile sind wie folgt: 
  • Sie bringen Familie und Beruf leichter unter einen Hut
  • Sie teilen Ihre Zeit frei ein
  • Sie arbeiten in der Regel zu Hause
  • Sie haben mehr Abwechslung als bei einem fixen Job 

Freelancerin mit Einzelfirma

Die meisten Selbstständigerwerbenden sind rechtlich eine Einzelfirma. Eine Einzelfirma braucht keinen speziellen Gründungsakt, keine öffentliche Beurkundung und kein Mindestkapital. Dafür ist es wichtig, dass die AHV die Selbstständigkeit anerkennt. Ein Eintrag im Handelsregister ist erst ab einem Umsatz von CHF 100’000.- notwendig. Ein freiwilliger Eintrag ist auch bei einem tieferen Umsatz möglich. Damit ein Unternehmen im Handelsregister eingetragen werden kann, muss der Firmenname den Namen der Inhaberin enthalten. Beispiel: «Müller Grafik». Unternehmen, die im Handelsregister eingetragen sind, verpflichten sich zur doppelten Buchhaltung. Hier finden Sie die kantonalen Handelsregisterämter. Grosser Nachteil der Einzelfirma ist die Haftung: Bei Schulden des Unternehmens haften Sie mit dem gesamten Geschäfts- und Privatvermögen.

 

Juristische Person

Als Freelancerin können Sie auch eine Kapitalgesellschaft (GmbH oder AG) gründen. Zum Beispiel:
  • Wenn die AHV Ihre Selbständigkeit nicht als Einzelfirma anerkennen will.
  • Wenn Ihnen eine Kapitalgesellschaft zu mehr Akzeptanz verhilft.
  • Wenn Sie in einer riskanten Branche arbeiten und die Haftung beschränken wollen.
  • Wenn Sie Ihre Steuern optimieren möchten.

 

GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung)

Eine GmbH ist auch für Einzelpersonen möglich. Im Unterschied zur Einzelfirma können Sie den Namen einer GmbH frei wählen. Er muss allerdings den Zusatz «GmbH» enthalten. Zum Beispiel: «jobsfürmama GmbH». Für die Gründung brauchen Sie ein Stammkapital von CHF 20’000.–, das voll einbezahlt werden muss. Zusätzlich benötigen Sie einen Handelsregistereintrag und Statuten. Mit einer GmbH haften Sie nur für das Stammkapital. Weitere Informationen finden Sie hier. Lassen Sie sich von einer erfahrenen Treuhänderin beraten oder gründen Sie Ihr Unternehmen online

 

Mehrwertsteuer (Mwst.)

In der Schweiz sind alle Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als CHF 100’000.- mehrwersteuerpflichtig. Wer weniger Umsatz macht, kann sich freiwillig der Steuerpflicht unterziehen. Das hat je nach Unternehmen und Branche verschiedene Vorteile. Lassen Sie sich von Ihrer Treuhänderin beraten.

 

Home-Office

Mit einem «Homeoffice» arbeiten Sie ausserhalb des Unternehmens; ein Arbeitsplatz im Unternehmen ist nicht vorgesehen. Wenn Sie zuhause oder an einem anderen Ort für ein Unternehmen arbeiten, ist es wichtig, dass Sie alle Ziele, Ergebnisse und Termine klar regeln. Das kann via Telefon, E-Mail oder Skype geschehen.

Homeoffice – Die Vorteile

Die Vorteile sind wie folgt: 
  • Sie koordinieren Familie und Beruf leichter
  • Sie ersparen sich den Arbeitsweg
  • Sie bestimmen die Arbeitszeiten
  • Sie arbeiten konzentrierter als in einem modernen Grossraumbüro