Welche Versicherungen brauche ich?

Versicherung von Teilzeitangestellten

Teilzeitangestellte haben in der Regel dieselben Rechte und Pflichten wie das Vollzeitpersonal. Bei den Versicherungen gilt es einige Besonderheiten zu beachten. 

AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung)

Grundsätzlich sind in der Schweiz alle Einkommen AHV-pflichtig. Ausgenommen sind lediglich tiefe Einkünfte von weniger als CHF 2’300.- pro Jahr, sofern Arbeitnehmer und Arbeitgeber eine entsprechende Erklärung unterschreiben.

BVG (Berufliche Vorsorge)

Löhne ab CHF 21’150.– fallen automatisch unter das Gesetz für die Berufliche Vorsorge. Versichert ist allerdings nur jener Teil des Lohns, der nach dem sogenannten Koordinationsabzug (koordiniert mit der AHV) von derzeit CHF 24’675.– übrig bleibt. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • Wenn Sie nur wenig arbeiten, haben Sie einen geringen Anspruch auf BVG-Leistungen. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arbeitgeber darüber, wie Sie Ihren Lohn unabhängig von einer Grenze versichern können.
  • Wenn Sie bei mehreren Arbeitgebern weniger als den Mindestlohn verdienen, ist Ihr Einkommen ebenfalls nicht versichert. In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit, sich bei einer BVG Auffangeinrichtung oder bei der Versicherung eines Arbeitgebers freiwillig versichern zu lassen; sofern das gesamte Einkommen höher als CHF 21’150.- ist. 
  • Je geringer Ihr Pensum ist, desto mehr fällt der Koordinationsabzug ins Gewicht. Fragen Sie Ihren Arbeitgeber deshalb nach einem proportional auf das Pensum abgestuften Koordinationsabzug. 

UVG (Unfallversicherung)

Alle Beschäftigten eines Unternehmens sind obligatorisch gegen Berufsunfälle, Berufskrankheiten und Unfälle auf dem Arbeitsweg versichert. Wer acht oder mehr Stunden pro Woche arbeitet, ist automatisch auch gegen Nichtberufsunfälle versichert.

 

Versicherung von Freelancern

AHV

Sind Sie von der AHV als Freelancerin anerkannt, müssen Sie maximal 9,7 % Ihrer Einkünfte (AHV 7.8%, IV 1,4%, EO 0,45%) an AHV/IV/EO bezahlen. Bei einem Jahreseinkommen von weniger als 56’200 Franken sinkt der Beitragssatz stufenweise.Verdienen Sie weniger als 9’400 Franken, bezahlen Sie den Mindestbeitrag von CHF 478.–. (Stand 1. Januar 2017). Mehr erfahren Sie im Merkblatt 2.02 der AHV.

BVG

Als Selbständigerwerbende verzichten Sie entweder auf die 2. Säule (BVG) oder versichern sich freiwillig. Dazu schliessen Sie sich der Vorsorgeeinrichtung Ihres Berufsverbandes oder einer Sammelstiftung einer Versicherungsgesellschaft oder einer Bank an. Eine weitere Möglichkeit ist die Versicherung bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG
Eine Alternative zum BVG (2. Säule) ist eine private Vorsorge im Rahmen der Säule 3a. Sprechen Sie mit einer neutralen Vorsorgeberaterin darüber, welche Lösung in Ihrem Fall vorteilhafter ist. Weitere Informationen zur beruflichen Vorsorge finden Sie unter:

UVG

Als Selbstständigerwerbende fallen Sie nicht unter die obligatorische UVG-Versicherung. Sie können jedoch bei Ihrer Krankenkasse oder bei Ihrer Versicherungsgesellschaft freiwillig eine Versicherung gemäss UVG abeschliessen.

 

Versicherung von Home-Office

Arbeiten Sie zu Hause, sind Sie entweder Teilzeitangestellte oder Freelancer