Wie schaffen Sie ein familienfreundliches Umfeld?

Fachkräftemangel ist zunehmend ein Problem. Immer mehr Unternehmen machen sich aus diesem Grund Gedanken, wie sie familienfreundlicher werden können. Gute Möglichkeiten sind: 
  • Flexible Arbeitszeiten: Viele Betreuungseinrichtungen haben fixe Öffnungszeiten. Flexible Arbeitszeiten sind eine enorme Entlastung. Damit das Teamwork trotzdem nicht zu kurz kommt, haben sich Kernzeiten zu denen alle Mitarbeiter anwesend sind, bewährt.
  • Eine Teilzeitkultur, die „top down“ gelebt wird. Das heisst, dass auch Geschäftsleitungsfunktionen oder Fachleitungen in Teilzeit oder Jobsharing respektive Topsharing möglich sind.
  • Eine Teilzeitkultur, die von Männern und Frauen gleichermaßen beansprucht werden darf.
  • Ausgedehnter Mutterschaftsurlaub: Für viele Frauen ist es schwierig bereits nach drei Monaten wieder am Arbeitsplatz zu erscheinen. Nach sechs Monaten fällt dies vielen schon wesentlich leichter.
  • Vaterschaftsurlaub von 20 Tagen: In der Regel hat ein erwerbstätiger Vater in der Schweiz lediglich Anspruch auf ein bis zwei Tage Vaterschaftsurlaub. Dies ist im Vergleich mit unseren europäischen Nachbarn sehr wenig. Die EU verpflichtet ihre Mitglieder, einen Elternurlaub von mindestens vier Monaten pro Elternteil einzuführen, wobei mindestens einer der vier Monate nicht übertragbar ist.
  • Zuschüsse zur Kinderbetreuung: Kinderbetreuung ist teuer. Eine Beteiligung des Unternehmens an Betreuungskosten schafft eine wirksame Entlastung und motiviert Frauen zusätzlich zu einem raschen Wiedereinstieg in die Arbeitswelt.
  • Finanzielle Unterstützung für Ferienbetreuung während den Schulferien.
  • Dienstplansicherheit bei Schichtarbeitszeiten oder Kostenübernahme, wenn jemand den fixen Arbeitstag betriebsbedingt tauschen oder zusätzliche Tage arbeiten muss.
  • Homeoffice: Kinder haben ihren eigenen Rythmus. Im Homeoffice kann die Mutter sich die Zeit selber einteilen und dann arbeiten, wenn es für sie am besten geht. Viele Mütter arbeiten gerne am Abend oder in den frühen Morgenstunden. 
  • Weiterbildung: Müttern fehlt oftmals die geistige Nahrung. Weiterbildungen in einem verlängerten Mutterschaftsurlaub sind daher besonders willkommen. So kehrt die Mutter top motiviert und top ausgebildet an den Arbeitsplatz zurück.
  • Weitere Angaben gibt es im KMU Handbuch „Beruf und Familie“ vom SECO oder in den Audit Ergebnissen der Mitarbeitenden Befragung des Prix Balance 2017.

Weitere Tipps und Links:

  • Prädikat Familie UND Beruf der Fachstelle UND: Wollen Sie überprüfen lassen wie familienfreundlich Ihr Unternehmen ist und welche weiteren Möglichkeiten Sie in diesem Bereich haben? Die Fachstelle UND hilft Ihnen gerne weiter. Mehr Details finden Sie hier.
  • Fachstelle für Gleichstellung von Frau und Mann des Kantons Zürich: Weitere mögliche Handlungsfelder zu Vereinbarkeitsmassnahmen und hilfreiche Informationen für Ihr Unternehmen finden Sie auf www.vereinbarkeit.zh.ch. 
  • profawo Schweiz: Brauchen Sie Hilfe bei der Suche nach Kindertagesstätten oder möchten Sie Ihre Mitarbeiter durch Ferienbetreuung, Notfallnannies oder bei der Angehörigenbetreuung unterstützen? profawo steht den Angestellten ihrer Mitgliedsfirmen zur Verfügung. Klicken Sie hier um mehr über das Angebot zu erfahren.
  • Go-for-jobsharing : Die Plattform Go-for-jobsharing bietet zahlreiche Information über Jobsharing Modelle für Unternehmer und Angestellte. Wollen Sie überprüfen ob Jobsharing für Sie eine Alternative ist ? Mehr Details finden Sie hier.